Frühling
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!
Eduard Mörike
Normalerweise bin ich für Lyrik nicht so sehr zu haben, aber das hier ist ein Gedicht, das ist was besonderes für mich.
Am ersten warmen Tag dieses Jahr, war es Mittwoch? Donnerstag? Ich weiß nicht mehr genau, jedenfalls las ich morgens die Tageszeitung, und das hier war das 'Gedicht des Tages'.
Ich habe die erste Zeile gelesen und hätte weinen können.
Die erste Zeile, und ich hätte es aufsagen können, ohne es jemals gelernt zu haben.
"Frühling" war das Lieblingsgedicht einer Person, die ich verloren habe,
und die nie zurück kommen wird, egal, wie sehr ich es mir wünsche, und egal wie viele Tränen ich um sie weine.
Das Gedicht hat mich sozusagen durch meine Kindheit begleitet, und es gehört zu den Dingen, die ich nicht lesen, sehen, hören oder anfassen kann, ohne an diese besondere Person zu denken, und ohne dass alles hochkommt.
Ich will hier jetzt nicht das große Drama machen, solche Sachen passieren. Aber keine Ahnung, ich hab mir vorgenommen, hier auch Sachen zu posten, die mich bewegen.
Ja, das wars.
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